04 37 54 55 99
Alle Ratgeber

Defibrillator in Kletterhalle und Trampolinpark

Verfasst von Cyrille GAGNAIRE, France Défibrillateur. Veröffentlicht am 23. Oktober 2026.

Boulderhallen und Trampolinparks ziehen ein junges, sportliches Publikum an, aber auch Familien, Kindergeburtstage und Schulklassen. Die Belastung ist hoch, Sprünge und Stürze sind häufig, und die Aufsicht besteht manchmal nur aus wenigen Personen. Dieser Artikel behandelt die Ausstattungspflicht, den richtigen Standort des Geräts, die Wartung und die Schulung des Personals.

Kurze, intensive und wiederholte Belastungen

Boulderprobleme klettern, Sprünge aneinanderreihen oder einen Gruppenkurs besuchen belastet das Herz stoßweise. Ein Erwachsener nach monatelanger Pause, ein Jugendlicher an seiner Grenze oder ein Elternteil, das seinen Kindern auf den Trampolinen folgt, kann ohne Vorwarnung einen Schwächeanfall erleiden.

In solchen Hallen verdecken Lärm, Musik sowie Schaumstoffwände oder Netze oft eine am Boden liegende Person. In Frankreich gibt es jährlich etwa 50 000 Herzstillstände, und jede Minute ohne Defibrillation senkt die Überlebenschance um etwa 10 %. Das Gerät muss daher in unmittelbarer Reichweite der Sporttreibenden liegen.

Die Ausstattungspflicht hängt von der Einstufung der Einrichtung ab

Die Pflicht beruht auf dem Gesetz 2018-527 und dem Dekret 2018-1186 (französische Vorschriften zur AED-Ausstattung). Sie betrifft die établissements recevant du public, kurz ERP (öffentlich zugängliche Gebäude), je nach Kategorie: Die Kategorien 1 bis 3 müssen seit dem 1. Januar 2020 ausgestattet sein, Kategorie 4 seit 2021 und einige Einrichtungen der Kategorie 5 seit 2022.

Eine Kletterhalle oder ein Trampolinpark gilt meist als überdachte Sportstätte, doch die genaue Einstufung hängt von Kapazität, Publikum und Aufbau ab. Der Betreiber klärt dies mit der Sicherheitskommission oder der Gemeinde.

Auch wenn die Pflicht für Ihre Einrichtung nicht gilt, bleibt die Haftungsfrage bestehen: Wer Publikum zu körperlicher Aktivität empfängt, hat jedes Interesse an einem Gerät. Es schafft zudem Vertrauen bei Familien und Gruppen.

Standortwahl: sichtbar, zentral, nie verschlossen

Der Defibrillator gehört dorthin, wo man ihn ohne Suchen sieht: in die Nähe der Rezeption, am Eingang des Aktivitätsbereichs oder am Tresen, wo sich das Personal aufhält. Er darf nie in einem geschlossenen Büro oder hinter einer Tür nur für Mitarbeitende aufbewahrt werden.

Die Beschilderung folgt dem arrêté du 29 novembre 2018 (französische Verordnung zur AED-Beschilderung). In einer großen Boulderhalle oder einem in Zonen unterteilten Park sparen Wegweiser aus jedem Bereich wertvolle Sekunden. Der Schrank sollte außerdem abseits von Landezonen und Sprungflächen stehen, damit er nicht getroffen wird.

BereichAufmerksamkeitspunktPassende Lösung
Rezeption und KassePersonal durchgehend anwesendBevorzugter Standort, vom Eingang aus sichtbar
Boulder- oder KletterbereichWeicher Boden, Lärm, viel BetriebWandschrank außerhalb der Sturzzone, sichtbare Beschilderung
TrampolinbereichSprünge, Netze, KinderGerät nahe dem Ausgang der Zone, freier Zugang
Geburtstagsraum und SnackbarFamilien, große GruppenKlarer Weg zum Gerät

Erwachsene, Kinder und Verletzungen: nicht verwechseln

In diesen Hallen kommt es oft zu leichten oder traumatischen Verletzungen: Verstauchungen, Stürze, Prellungen. Wer über den Knöchel klagt, braucht den Defibrillator nicht. Eine reglose Person, die nicht normal atmet, muss dagegen wie ein Herzstillstandsopfer behandelt werden, auch nach einem Sturz.

Das Gerät führt per Sprachansage, und seine Analyse des Herzrhythmus entscheidet selbst, ob ein Schock sinnvoll ist: Das Personal kann es ohne Angst vor Fehlern einsetzen. Bei jungem Publikum sollten Sie beim Kauf prüfen, ob Kinderelektroden oder ein Kindermodus vorhanden sind, und diese beim Gerät aufbewahren. Denken Sie daran, die Brust vor dem Aufkleben der Elektroden zu trocknen.

Wartung, Miete und Schulung des Personals

Die Wartung obliegt dem Betreiber gemäß article R. 5212-25 du Code de la santé publique (französisches Gesundheitsgesetzbuch). Er kontrolliert die Selbsttestanzeige und tauscht Verbrauchsmaterial rechtzeitig aus: Elektroden halten 2 bis 5 Jahre, Akkus 3 bis 5 Jahre, das Gerät 8 bis 10 Jahre und länger. Die Meldung im GéoDAE ist Pflicht.

Die Miete ab 50 € zzgl. MwSt. pro Monat inklusive Wartung erspart die eigene Fristenverfolgung. Die Garantie beträgt 5 Jahre, die Lieferung dauert 2 bis 5 Werktage, und ein Angebot erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden.

Aufsichtskräfte, Trainer, Animateure und Empfangspersonal sind als Erste vor Ort. Eine Sensibilisierung für lebensrettende Maßnahmen lehrt sie, den Notruf 15 zu wählen, Herzdruckmassage zu leisten und das Gerät anzuschließen. Eine einfache Übung einmal im Jahr zeigt, wer anruft, wer das Gerät holt und wie der Betrieb rund um das Opfer gestoppt wird.

Häufige Fragen

Muss eine Kletterhalle einen Defibrillator haben?

Das hängt von der ERP-Einstufung ab. Die Kategorien 1 bis 4 sind betroffen, ebenso einige Einrichtungen der Kategorie 5 seit 2022. Die Einstufung berücksichtigt die Kapazität. Die Sicherheitskommission oder die Gemeinde kann sie bestätigen.

Wo platziert ein Trampolinpark seinen Defibrillator?

In der Nähe der Rezeption oder des Ausgangs der Sprungzone, außerhalb der Sturzbereiche, mit Beschilderung aus jedem Bereich. Er muss in wenigen Dutzend Sekunden erreichbar sein, ohne verschlossene Tür oder Treppe.

Braucht man in solchen Hallen Kinderelektroden?

Bei vielen Kindern sollten Sie diese Option beim Kauf prüfen. Je nach Modell bietet das Gerät Kinderelektroden oder einen Kindermodus. Bewahren Sie sie beim Defibrillator auf, damit man sie sofort findet.

Wer ist für die Wartung des Defibrillators zuständig?

Der Betreiber gemäß article R. 5212-25 du Code de la santé publique. Er kontrolliert den Selbsttest, tauscht Elektroden und Akku rechtzeitig und kann dies im Rahmen einer Miete mit Wartung an einen Dienstleister übergeben.

Muss das Personal im Umgang mit dem Gerät geschult werden?

Eine Schulung ist nicht immer vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen. Eine Sensibilisierung für lebensrettende Maßnahmen befähigt dazu, den Notruf abzusetzen, Herzdruckmassage zu leisten und das Gerät im Notfall ohne Zögern zu nutzen.

Planen Sie eine Ausstattung?

Kauf, Miete ab 50 EUR zzgl. MwSt. pro Monat, Installation mit GéoDAE-Meldung, Wartung und Schulung: unser Team antwortet innerhalb von 24 Stunden.

Ebenfalls lesenswert