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DAE, DEA, DSA: Wo liegen die Unterschiede?

Verfasst von Cyrille GAGNAIRE, France Défibrillateur. Veröffentlicht am 28. Juli 2026.

DAE, DEA, DSA: Diese drei Abkürzungen bezeichnen allesamt Defibrillatoren, austauschbar sind sie jedoch nicht. Angesichts von rund 50 000 plötzlichen Herzstillständen pro Jahr in Frankreich hilft Ihnen das Verständnis dieser Unterschiede dabei, das passende Gerät für Ihre Einrichtung auszuwählen. DAE (AED) ist der Oberbegriff, der DEA gibt den Schock selbsttätig ab, und der DSA verlangt einen Tastendruck. Dieser Leitfaden klärt die Definitionen, vergleicht beide Technologien, räumt mit Irrtümern auf und erinnert an Ihre gesetzlichen Pflichten.

Drei Abkürzungen, eine gemeinsame Aufgabe

Der DAE, französisch defibrillateur automatise externe, also der automatisierte externe Defibrillator, ist der Oberbegriff für sämtliche Defibrillatoren, die für die Anwendung durch Laien bestimmt sind. Diese Bezeichnung finden Sie sowohl in den Rechtstexten als auch auf der Beschilderung von Einrichtungen. Hinter der Abkürzung verbergen sich in Wirklichkeit zwei Gerätefamilien, die sich einzig darin unterscheiden, auf welche Weise der Elektroschock abgegeben wird.

Der DEA, der vollautomatische Defibrillator, gibt den Schock selbsttätig ab, nachdem eine Sprachansage die Umstehenden gewarnt hat. Der DSA, der halbautomatische Defibrillator, fordert den Anwender auf, eine Taste zu drücken, sobald das Gerät einen Schock empfiehlt. In beiden Fällen analysiert das Gerät den Herzrhythmus der betroffenen Person und empfiehlt oder verabreicht einen Schock nur dann, wenn er tatsächlich erforderlich ist.

Über dieser Feinheit sollte das Wesentliche nicht in Vergessenheit geraten: Jede Minute ohne Defibrillation senkt die Überlebenschancen um rund 10 %. Dass überhaupt ein zugängliches Gerät vorhanden ist, wiegt schwerer als die Wahl zwischen den beiden Familien.

DEA oder DSA: die Vergleichstabelle

Um die Unterschiede zwischen beiden Gerätetypen schnell zu erfassen, finden Sie hier die Kriterien, die beim Kauf wie im Einsatz wirklich den Ausschlag geben.

Die Sicherheit ist in beiden Fällen identisch: Der Unterschied betrifft allein den Handgriff, der dem Ersthelfer abverlangt wird, und damit das Profil der voraussichtlichen Anwender.

KriteriumDEA (vollautomatisch)DSA (halbautomatisch)
Auslösung des SchocksAutomatisch, angekündigt durch eine SprachansageManuell, per Tastendruck, sobald das Gerät den Schock empfiehlt
Analyse des HerzrhythmusAutomatisch, Schock nur bei BedarfAutomatisch, Schock nur bei Bedarf
Empfohlener AnwenderkreisBreite Öffentlichkeit, Ersthelfer ohne AusbildungGeschultes Personal, ausgebildete Ersthelfer
Typische EinsatzfälleGeschäfte, Rathäuser, Orte mit gemischtem PublikumsverkehrUnternehmen und Einrichtungen mit geschulten Teams
Risiko eines unbegründeten SchocksKeines, das Gerät entscheidet selbstKeines, die Taste bleibt wirkungslos, wenn kein Schock erforderlich ist

Welches Gerät passt zu Ihrer Einrichtung?

Ist Ihr Defibrillator für ein breites, nicht geschultes Publikum bestimmt, ist der DEA in aller Regel die beruhigendere Wahl: Die eingreifende Person muss keinerlei Entscheidung treffen, das Gerät kündigt den Schock an und gibt ihn selbst ab. Rathäuser, Geschäfte, Vereine und die meisten ERP (französische öffentlich zugängliche Gebäude) setzen bevorzugt auf diese Lösung.

Der DSA behält seine volle Berechtigung in Einrichtungen mit geschultem Personal: betriebliche Ersthelfer, Sicherheitsteams, Fachkräfte mit Routine in der Ersten Hilfe. Der Tastendruck erlaubt es dem Helfer, den Zeitpunkt des Schocks selbst zu bestimmen, etwa um sicherzugehen, dass niemand die betroffene Person berührt.

Beim Budget bewegen sich beide Familien in denselben Preisklassen. Im Katalog von France Défibrillateur reichen die DAE von 350 bis 2 395 € inkl. MwSt., bei einem mittleren Preis von rund 1 090 €. Die Miete ist eine flexible Alternative ab 50 € zzgl. MwSt. pro Monat, einschließlich Wartung und Verbrauchsmaterial sowie Austausch des Geräts nach einem Einsatz.

Irrtümer: Nein, man kann niemanden versehentlich schocken

Das ist die häufigste Befürchtung, und sie ist unbegründet. Ob voll- oder halbautomatisch: Ein Defibrillator analysiert zuerst den Herzrhythmus der betroffenen Person. Ist kein Schock erforderlich, gibt der DEA keinen ab und die Taste des DSA bleibt wirkungslos. Es ist also unmöglich, eine Person zu schocken, deren Herz dies nicht erfordert, selbst wenn die Taste absichtlich gedrückt wird.

Ein weiterer Irrtum: Man müsse medizinische Fachkraft sein, um das Gerät zu bedienen. Diese Geräte sind so ausgelegt, dass sie jeden Ersthelfer per Sprachansage anleiten. Eine Schulung bringt zwar spürbar mehr Sicherheit im Umgang, ist aber keine Voraussetzung für das Handeln.

Und schließlich ist ein Defibrillator kein Gerät, das man installiert und danach vergisst. Die Elektroden werden je nach Modell alle 2 bis 5 Jahre ersetzt (14 bis 239 €, Median rund 99 €), die Batterien alle 3 bis 5 Jahre (10 bis 499 €, Median rund 259 €). Gut gewartet, funktioniert ein DAE 8 bis 10 Jahre und länger.

Was die französische Gesetzgebung vorschreibt

Die loi 2018-527 (Gesetz) und das décret 2018-1186 (Durchführungsverordnung) haben den DAE in öffentlich zugänglichen Einrichtungen zur Pflicht gemacht: ERP der Kategorien 1 bis 3 seit dem 1. Januar 2020, Kategorie 4 seit dem 1. Januar 2021 und bestimmte ERP der Kategorie 5 seit dem 1. Januar 2022. Der Gesetzestext spricht ausdrücklich vom DAE: Sowohl DEA als auch DSA erfüllen die Pflicht, die Wahl zwischen beiden liegt bei Ihnen.

Mit der Installation gehen drei Pflichten einher: Meldung des Geräts in der nationalen Datenbank GéoDAE, Anbringung der im arrêté du 29 novembre 2018 (Ministerialerlass) vorgesehenen Beschilderung sowie Sicherstellung der Wartung, die nach article R. 5212-25 du Code de la santé publique (französisches Gesundheitsgesetzbuch) dem Betreiber obliegt. Für Gemeinden lohnt es sich, Fördermöglichkeiten wie DETR, DSIL oder interkommunale Zuschüsse bei den zuständigen Stellen zu prüfen.

Begleitung von Anfang bis Ende

Die Wahl zwischen DEA und DSA ist nur der erste Schritt. France Défibrillateur begleitet Einrichtungen über den gesamten Lebenszyklus des Geräts: Kauf oder Miete, Installation mit vorschriftsmäßiger Beschilderung und GéoDAE-Meldung, vorbeugende Wartung und Schulung der Teams. Auf die DAE gewähren wir 5 Jahre Garantie, die Lieferung erfolgt in 2 bis 5 Werktagen, und jede Angebotsanfrage wird innerhalb von 24 Stunden beantwortet.

Kurz gefasst: DAE ist der Oberbegriff, DEA das Gerät, das selbsttätig schockt, DSA jenes, das auf Ihren Tastendruck wartet. Die richtige Wahl hängt schlicht davon ab, wer das Gerät in Ihrer Einrichtung im Ernstfall bedienen wird.

Häufige Fragen

Kann ein Defibrillator eine Person versehentlich schocken?

Nein. Ob DEA oder DSA: Das Gerät analysiert stets zuerst den Herzrhythmus. Erfordert das Herz der betroffenen Person keinen Schock, gibt der DEA keinen ab und die Taste des DSA bleibt wirkungslos. Ein unbegründeter Schock lässt sich also nicht auslösen, auch nicht unbeabsichtigt.

Worin unterscheiden sich DAE, DEA und DSA?

DAE, der automatisierte externe Defibrillator, ist der Oberbegriff, der die beiden anderen umfasst. Der DEA, vollautomatisch, gibt den Schock nach einer Sprachansage selbsttätig ab. Der DSA, halbautomatisch, fordert den Anwender auf, eine Taste zu drücken, um den vom Gerät empfohlenen Schock abzugeben.

Ist meine Einrichtung verpflichtet, einen Defibrillator anzuschaffen?

ERP der Kategorien 1 bis 3 müssen seit dem 1. Januar 2020 ausgestattet sein, jene der Kategorie 4 seit dem 1. Januar 2021 und bestimmte ERP der Kategorie 5 seit dem 1. Januar 2022, gemäß loi 2018-527 und décret 2018-1186. Das Gerät muss in der nationalen Datenbank GéoDAE gemeldet werden.

Was kostet ein Defibrillator im Kauf oder in der Miete?

Im Katalog von France Défibrillateur reichen die DAE von 350 bis 2 395 € inkl. MwSt., bei einem mittleren Preis von rund 1 090 €. Die Miete beginnt bei 50 € zzgl. MwSt. pro Monat, einschließlich Wartung und Verbrauchsmaterial sowie Austausch des Geräts nach einem Einsatz. Auf verkaufte DAE gewähren wir 5 Jahre Garantie.

Ist ein DEA oder ein DSA für einen öffentlich zugänglichen Ort besser geeignet?

Für ein breites, nicht geschultes Publikum wird meist der DEA empfohlen: Er gibt den Schock nach einer Sprachansage automatisch ab, ohne dass der Ersthelfer eine Entscheidung treffen muss. Der DSA eignet sich eher für Einrichtungen mit geschultem Personal, das die Auslösung des Schocks per Taste selbst in der Hand behält.

Planen Sie eine Ausstattung?

Kauf, Miete ab 50 EUR zzgl. MwSt. pro Monat, Installation mit GéoDAE-Meldung, Wartung und Schulung: unser Team antwortet innerhalb von 24 Stunden.

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