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Elektroden und Akku eines Defibrillators selbst wechseln

Verfasst von Cyrille GAGNAIRE, France Défibrillateur. Veröffentlicht am 23. August 2026.

Ein Defibrillator (AED) schützt einen Standort nur, solange Elektroden und Akku noch gültig sind. Nach Ablauf des Verfallsdatums bleibt das Gerät zwar eingeschaltet, kann aber keinen sicheren Schock mehr abgeben. Der Austausch dieser beiden Verbrauchsteile ist eine einfache Aufgabe, die jede vor Ort anwesende Person übernehmen kann, sofern einige genaue Schritte eingehalten werden. So gelingt der Wechsel fehlerfrei, unabhängig vom installierten Modell.

Den richtigen Zeitpunkt erkennen

Der tägliche Selbsttest des Defibrillators meldet ein rotes Licht oder ein akustisches Signal, wenn Elektroden oder Akku sich ihrem Verfallsdatum nähern. Dieses Datum steht auch direkt auf der Verpackung der Elektroden und auf dem Etikett des Akkus, angegeben als Monat und Jahr. Man sollte nicht auf die Meldung des Geräts warten: eine regelmäßige Sichtkontrolle, im Sicherheitsregister vermerkt, erlaubt es, Verbrauchsmaterial rechtzeitig zu bestellen und eine Ausfallzeit des Geräts zu vermeiden.

BauteilTypische LebensdauerWer darf wechseln
Elektroden2 bis 5 JahreJede anwesende Person
Akku3 bis 5 JahreJede anwesende Person
Kompletter Defibrillator8 bis 10 Jahre oder mehrHersteller oder Wartungsdienstleister

Prüfungen vor dem Beginn

Bevor neue Elektroden ausgepackt werden, sollte der Defibrillator ausgeschaltet sein oder in den Ruhemodus wechseln. Modell und Referenz der Elektroden müssen genau den Herstellervorgaben entsprechen, denn ein falscher Stecker lässt sich schlicht nicht anschließen. An Standorten mit Kindern sollten pädiatrische Elektroden neben den Erwachsenenelektroden gelagert und deutlich gekennzeichnet werden, da beide niemals austauschbar sind. Die gleiche Sorgfalt gilt für den Akku, dessen Referenz in der Anleitung oder auf dem entnommenen alten Akku steht.

Elektroden Schritt für Schritt wechseln

Die gebrauchte Elektrodenkassette löst sich meist durch leichten Druck oder durch Verschieben einer Lasche, ganz ohne Werkzeug. Die neue, versiegelte Kassette rastet mit einem Klick ein, der Stecker in der richtigen Ausrichtung. Der Beutel sollte bis zur tatsächlichen Anwendung an einem Patienten verschlossen bleiben: einmal geöffnet, trocknet das leitfähige Gel und die Elektroden verlieren ihre Wirksamkeit noch vor dem aufgedruckten Verfallsdatum. Nach dem Einsetzen startet das Gerät automatisch einen Selbsttest, der die korrekte Erkennung der neuen Elektroden bestätigt, erkennbar am erneut grünen Licht.

Akku Schritt für Schritt wechseln

Das Akkufach öffnet sich meist über eine Verriegelung oder eine einzelne Schraube, ohne das Gehäuse vollständig zu zerlegen. Der alte Akku wird an einer Lasche herausgezogen, der neue eingeschoben, bis er spürbar oder hörbar einrastet. Bei manchen Modellen benötigt das Gerät einige Sekunden zur Initialisierung, bevor die Bereitschaftsanzeige wieder leuchtet: es sollte während dieser Phase nicht aus- oder eingeschaltet werden. Bleibt das Licht danach rot, sitzt der Akku wahrscheinlich nur schlecht statt defekt zu sein, und muss lediglich neu positioniert werden.

Fehler, die den Schutz des Standorts gefährden

Eine bereits geöffnete Elektrodenkassette weiterzuverwenden, selbst kurz, bedeutet, unbemerkt ein teilweise abgelaufenes Verbrauchsmaterial einzusetzen. Ein Akku oder Elektroden einer anderen als der vom Hersteller empfohlenen Marke zu verwenden, kann die Funktion des Geräts beeinträchtigen oder die Garantie ungültig machen. Zu vergessen, nach dem Wechsel das erneut grüne Licht zu prüfen, ist ein weiterer häufiger Fehler, denn ein Defibrillator kann eine stille Warnung anzeigen, wenn der Einbau nicht korrekt erkannt wurde. Schließlich beschleunigt die Lagerung von Ersatzmaterial an einem zu heißen oder zu feuchten Ort dessen Verschleiß, noch bevor es überhaupt eingesetzt wird.

Den Eingriff dokumentieren und Verbrauchsmaterial entsorgen

Jeder Wechsel von Elektroden oder Akku sollte im Sicherheitsregister des Standorts vermerkt werden, mit Datum, Referenz des eingesetzten Verbrauchsmaterials und Namen der ausführenden Person. Gebrauchte Akkus gehören in die übliche Sammlung für Batterien und Akkumulatoren, verfügbar am Wertstoffhof oder über den Lieferanten des Defibrillators. Nicht verwendete Elektroden können mit dem Hausmüll entsorgt werden, während bei einem Einsatz verwendete Elektroden über die Entsorgung für medizinische Abfälle laufen. Ein Wartungsvertrag mit Verbrauchsmaterial-Erneuerung nimmt dem Betreiber diese Organisation ab, bei einer Miete ab 50 Euro zzgl. MwSt. pro Monat.

Häufige Fragen

Braucht man eine Schulung, um Elektroden oder Akku eines Defibrillators zu wechseln?

Nein, diese Aufgabe ist bewusst einfach gehalten und erfordert weder Schulung noch Befähigungsnachweis. Sie besteht darin, ein Fach zu öffnen, das gebrauchte Teil zu entnehmen und das neue bis zum Einrasten einzusetzen. Das Gerät prüft die korrekte Installation selbst beim nächsten Selbsttest. Es genügt, die vom Hersteller vorgegebene Referenz zu bestellen und die Ausrichtung des Steckers zu beachten, damit der Vorgang reibungslos verläuft.

Wie erkennt man, ob Elektroden noch verwendbar sind?

Das Verfallsdatum steht als Monat und Jahr auf der versiegelten Verpackung. Solange der Beutel verschlossen und bei angemessener Temperatur gelagert bleibt, sind die Elektroden bis zu diesem Datum verwendbar. Eine bereits geöffnete Kassette sollte auch ohne Einsatz ersetzt werden, denn das leitfähige Gel trocknet an der Luft aus, was die Wirksamkeit des an den Patienten abgegebenen Schocks verringert.

Was tun, wenn das Licht nach dem Wechsel rot bleibt?

Zunächst sollte geprüft werden, ob Akku oder Elektrodenkassette richtig eingerastet sind, da eine falsche Positionierung die häufigste Ursache ist. Bleibt das Licht nach einer erneuten Prüfung rot, kann eine unpassende Referenz oder ein defektes Verbrauchsmaterial vorliegen. In diesem Fall sollte der Lieferant oder Wartungsdienstleister kontaktiert werden, statt das Gerät in diesem Zustand zu benutzen.

Wo entsorgt man gebrauchte Elektroden und Akkus?

Gebrauchte Akkus folgen der üblichen Sammlung für Batterien und Akkumulatoren, verfügbar am Wertstoffhof oder direkt beim Lieferanten des Defibrillators bei der Erneuerung. Nicht am Patienten verwendete Elektroden können mit dem normalen Hausmüll entsorgt werden. Bei einer tatsächlichen Wiederbelebung verwendete Elektroden gelten dagegen als medizinischer Abfall und müssen über diesen speziellen Weg entsorgt werden.

Deckt ein Wartungsvertrag den Austausch von Verbrauchsmaterial ab?

Das hängt vom Vertrag ab, doch die meisten Mietangebote beinhalten die Überwachung und Erneuerung von Elektroden und Akku ohne Mehrkosten oder Aufwand für den Betreiber. Bei einem gekauften Defibrillator kann ein eigener Wartungsvertrag den gleichen Service abdecken. Diese Aufgabenübertragung verhindert ein übersehenes Verfallsdatum und hält das Gerät dauerhaft einsatzbereit.

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