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Defibrillator in Gotteshäusern: Pflichten und Praxis

Verfasst von Cyrille GAGNAIRE, France Défibrillateur. Veröffentlicht am 7. September 2026.

Kirchen, Tempel, Moscheen und Synagogen empfangen jede Woche Gläubige, und bei großen religiösen Festen, Hochzeiten oder Beerdigungen deutlich mehr. Als öffentlich zugängliche Gebäude vom Typ V eingestuft, unterliegen diese Orte denselben Vorgaben wie jede andere ERP-Einrichtung (établissement recevant du public) für den automatisierten externen Defibrillator, mit Schwellenwerten je nach Kategorie. Dieser Artikel beschreibt die Pflicht je nach Gebäudegröße, die Besonderheiten einer oft älteren Gemeinde und einer unregelmäßigen Nutzung sowie die passende Ausstattung und Schulung für Freiwillige.

Ein Gotteshaus bleibt eine öffentlich zugängliche Einrichtung

Kirchen, Tempel, Moscheen und Synagogen gelten als öffentlich zugängliche Gebäude vom Typ V (ERP, établissement recevant du public), sobald sie regelmäßig Gläubige empfangen. Wie jede ERP-Einrichtung fallen sie in eine Kategorie von 1 bis 5, die sich nach der theoretischen Höchstbelegung richtet, berechnet unter anderem anhand der Fläche des Kirchenschiffs oder des Gebetsraums.

Diese Kategorie entscheidet, ob die Pflicht zur Installation eines DAE (AED), eines automatisierten externen Defibrillators, gilt. Das französische Gesetz 2018-527 und der Durchführungsdekret 2018-1186 legen einen gestaffelten Zeitplan fest: Kategorien 1 bis 3 ausgestattet seit dem 1. Januar 2020, Kategorie 4 seit 2021, bestimmte Einrichtungen der Kategorie 5 seit 2022. Eine große Kathedrale oder Moschee, die mehrere hundert Gläubige aufnehmen kann, überschreitet oft die Schwelle zur Kategorie 3 oder 4, während eine kleine Landkapelle in Kategorie 5 bleibt.

Punktuelle Versammlungen verändern die Lage

Außerhalb der gewöhnlichen Gottesdienste erlebt ein Gotteshaus Besucherspitzen bei großen religiösen Festen, Hochzeiten, Taufen oder Beerdigungen, bei denen der Andrang die übliche Besucherzahl deutlich übersteigt. Diese Momente bergen ein höheres statistisches Risiko, einfach weil mehr Menschen am selben Ort zusammenkommen, oft lange stehend, in Gebäuden, die im Sommer manchmal schlecht belüftet sind.

Die Gemeinde umfasst zudem einen bedeutenden Anteil älterer Menschen, die in vielen Glaubensrichtungen zu den regelmäßigsten Gläubigen zählen. Diese demografische Tatsache verstärkt das Interesse an einer passenden Ausstattung, auch für Einrichtungen, die die gesetzliche Schwelle nicht überschreiten.

Jede Minute zählt bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand

Frankreich verzeichnet jährlich rund 50000 Herz-Kreislauf-Stillstände, und jede Minute ohne Defibrillation senkt die Überlebenschance um etwa 10 Prozent. In einem großen Gebäude wie einer Kirche oder einer großen Moschee kann die Zeit, um einen weit vom Kirchenschiff entfernt aufbewahrten Defibrillator zu erreichen, genau diese entscheidenden Minuten kosten.

Der Rettungsdienst braucht in der Regel mehrere Minuten, um einzutreffen, in ländlichen Gebieten mit vielen Gotteshäusern sogar noch länger. Ein vor Ort verfügbares Gerät, verbunden mit einem sofortigen Notruf, bleibt die einzige Möglichkeit, vor dem Eintreffen der Rettungskräfte zu handeln.

Wo das Gerät in einem alten Gebäude aufstellen

Der Eingangsbereich oder die Vorhalle, durch die alle Gläubigen gehen, ist oft der beste Standort, sofern er gut sichtbar und gemäß der französischen Verordnung vom 29. November 2018 zur Kennzeichnung beschildert ist. Die Sakristei, dem Klerus vorbehalten, eignet sich weniger gut, da der Zugang während der Gottesdienste eingeschränkt ist.

Alte Gebäude, im Winter oft schlecht oder gar nicht beheizt, erfordern eine Prüfung des Betriebstemperaturbereichs von Gerät und Batterie. Ein Wandschrank mit Temperaturregelung verhindert kältebedingte Ausfälle in ungedämmten Gebäuden, und eine beleuchtete Beschilderung erleichtert das Auffinden des Geräts in einem schwach beleuchteten Kirchenschiff.

Wer eingreifen kann: Freiwillige und Ordnungsdienst

Die meisten Gotteshäuser arbeiten mit Freiwilligen: Sakristanen, Mitgliedern des Pfarrgemeinderats oder dem Ordnungsdienst bei großen Festen. Eine Schulung in lebensrettenden Maßnahmen, einschließlich der Bedienung des Defibrillators, ermöglicht es ihnen, zu handeln, ohne auf eine medizinische Fachkraft zu warten, die nicht zwangsläufig vor Ort ist.

Der DAE führt den Anwender bei jedem Schritt per Sprachansage, wodurch er auch für einen Freiwilligen ohne medizinische Ausbildung zugänglich ist. Mehrere Personen statt nur einer zu schulen, stellt sicher, dass auch während Gottesdiensten, wenn die üblichen Verantwortlichen anderweitig beschäftigt sind, eine geschulte Person verfügbar bleibt.

Wartung und Budget für eine unregelmäßige Nutzung

Die Wartung des Defibrillators obliegt dem Betreiber des Gotteshauses, sei es eine religiöse Vereinigung, eine Diözese oder eine besitzende Gebietskörperschaft, gemäß Artikel R. 5212-25 des französischen Gesetzbuchs für öffentliche Gesundheit. Die Elektroden werden alle zwei bis fünf Jahre ausgetauscht, die Batterie alle drei bis fünf Jahre, und ein von einem benannten Freiwilligen geführtes Register dokumentiert Selbsttests und Austauschtermine.

Die Miete, ab 50 Euro zzgl. MwSt. pro Monat inklusive Wartung, eignet sich gut für eine Vereinsstruktur mit knappem Budget. Der Kauf bleibt eine Option, mit fünf Jahren Garantie, Lieferung in zwei bis fünf Werktagen und einem Angebot innerhalb von 24 Stunden, um beide Formeln je nach Gebäudegröße zu vergleichen.

GebäudetypÜbliche BesucherzahlTypische ERP-Kategorie
Kleine LandkapelleEinige Dutzend GläubigeKategorie 5
Pfarrkirche oder Tempel in der StadtHundert bis einige hundert GläubigeKategorie 4 oder 5
Kathedrale, große Moschee oder SynagogeMehrere hundert bis tausend GläubigeKategorie 2 oder 3

Häufige Fragen

Muss eine Kirche oder Moschee gesetzlich einen Defibrillator installieren?

Das hängt von ihrer ERP-Kategorie vom Typ V ab. Kategorien 1 bis 3 sind seit 2020 ausgestattet, Kategorie 4 seit 2021, und bestimmte Einrichtungen der Kategorie 5 seit 2022, gemäß Gesetz 2018-527 und Dekret 2018-1186. Ein großes Gebäude mit mehreren hundert Gläubigen überschreitet oft die Schwelle zur Kategorie 3 oder 4.

Wer bezahlt und wartet den Defibrillator eines Gotteshauses?

Der Betreiber, sei es eine religiöse Vereinigung, eine Diözese oder eine besitzende Gebietskörperschaft, übernimmt die Wartung gemäß Artikel R. 5212-25 des französischen Gesetzbuchs für öffentliche Gesundheit. Das umfasst Selbsttests, den Austausch der Elektroden alle zwei bis fünf Jahre und der Batterie alle drei bis fünf Jahre.

Braucht ein unbeheiztes Gebäude einen besonderen Defibrillator?

Ja, der Betriebstemperaturbereich von Gerät und Batterie sollte vor dem Kauf geprüft werden. Ein Wandschrank mit Temperaturregelung schützt das Gerät in einer schlecht gedämmten Kirche oder einem Tempel, wo die Wintertemperaturen weit unter den für einen zuverlässigen Betrieb empfohlenen Bereich fallen können.

Wer darf den Defibrillator während eines Gottesdienstes benutzen?

Jeder Anwesende, auch ein ungeschulter Freiwilliger, kann ihn dank der Sprachführung bei jedem Schritt bedienen. Eine Schulung in lebensrettenden Maßnahmen für Sakristane und den Ordnungsdienst verbessert dennoch die Geschwindigkeit und Qualität des Eingreifens vor dem Eintreffen der Rettungskräfte.

Wie kann eine kleine Pfarrei oder religiöse Vereinigung die Ausstattung finanzieren?

Die Miete beginnt bei rund 50 Euro zzgl. MwSt. pro Monat, Wartung und Verbrauchsmaterial inklusive, eine Lösung, die ein knappes Vereinsbudget schont. Der Kauf bleibt möglich, mit fünf Jahren Garantie, Lieferung in zwei bis fünf Werktagen und einem Angebot innerhalb von 24 Stunden.

Planen Sie eine Ausstattung?

Kauf, Miete ab 50 EUR zzgl. MwSt. pro Monat, Installation mit GéoDAE-Meldung, Wartung und Schulung: unser Team antwortet innerhalb von 24 Stunden.

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