Defibrillator in der Schule: Pflichten und Kinderelektroden
Verfasst von Cyrille GAGNAIRE, France Défibrillateur. Veröffentlicht am 3. August 2026.

Eine Schule empfängt täglich Dutzende, manchmal Hunderte Kinder und Erwachsene und zählt damit wie jede andere Einrichtung zu den öffentlich zugänglichen Gebäuden mit denselben Sicherheitsvorgaben. Ein Herzstillstand betrifft nur selten ein Kind, doch wenn er auf dem Schulgelände eintritt, zählt jede Minute genauso wie überall sonst. Ein passender Defibrillator mit griffbereiten Kinderelektroden verbessert die Überlebenschancen eines Kindes spürbar.
Eine Schule bleibt eine öffentlich zugängliche Einrichtung
Grundschulen, weiterführende Schulen und Gymnasien fallen unter die Einstufung als ERP (établissement recevant du public, öffentlich zugängliche Einrichtung), deren Kategorie von der Zahl der aufgenommenen Personen abhängt. Einrichtungen der Kategorien 1 bis 3 müssen seit dem 1. Januar 2020 einen Defibrillator vorhalten, Kategorie 4 seit 2021 und ein Teil der Kategorie 5 seit 2022, gemäß der loi 2018-527 (Gesetz) und dem zugehörigen décret 2018-1186 (Durchführungsverordnung). Viele Grundschulen fallen mangels ausreichender Personenzahl in Kategorie 5: Sie können sich dennoch ausstatten, insbesondere wenn sie einen Hort, eine Kantine oder außerschulische Angebote betreiben, die die tatsächliche Belegung erhöhen.
Die Schulleitung, ob sie einer Gemeinde, einem Département, einer Region oder einem privaten Träger untersteht, trägt die Verantwortung, die ERP-Kategorie zu prüfen und die daraus folgende Pflicht umzusetzen. Gemeinden und Träger von Grundschulen sollten dieses Thema in ihre allgemeine Sicherheitspolitik einbinden, ebenso wie die bereits jedes Trimester stattfindenden Räumungsübungen.
Was sich bei einem Kind als Betroffenem ändert
Das Herz eines Kindes reagiert wegen geringerer Körpermasse und anderem Brustkorbwiderstand anders auf einen Stromstoß als das eines Erwachsenen. Ein automatisierter externer Defibrillator, DAE (AED), gibt standardmäßig eine für Erwachsene kalibrierte Energiemenge ab. Ohne Anpassung bei einem Kind unter acht Jahren oder unter 25 Kilogramm eingesetzt, kann diese Energie zu hoch ausfallen, was den Einsatz des Geräts bei fehlender Alternative jedoch nicht ausschließt.
Die Hersteller haben dieses Problem mit Kinderelektroden oder Energie-Abschwächungsschlüsseln gelöst, die den abgegebenen Stoß automatisch verringern. Manche Geräte nutzen ein einziges Elektrodenpaar für Erwachsene und Kinder, andere benötigen ein eigenes Paar oder einen speziellen Schlüssel vor dem Einsatz. Eine Schule sollte deshalb prüfen, ob ihr Defibrillator diese Option bietet und ob das Kinderelektrodenpaar griffbereit in der Nähe des Geräts liegt und noch nicht abgelaufen ist.

Das passende Gerät und die passenden Elektroden für eine Schule wählen
Der aktuelle Katalog bietet Kinderelektroden oder Abschwächungsschlüssel von etwa 65 bis 174 Euro brutto, je nach Marke und bereits installiertem Defibrillatormodell, als Ersatzpaar zusätzlich zum beim Kauf mitgelieferten. Für eine erste schlüsselfertige Ausstattung mit Defibrillator, Erste-Hilfe-Tasche, Wandkasten, Beschilderung und Schulung liegen die verfügbaren Pakete zwischen 1090 und 1499 Euro brutto. Eine Schule, die die anfängliche Investition begrenzen möchte, kann auch mieten, ab 50 Euro zzgl. MwSt. pro Monat inklusive Wartung, mit 5 Jahren Garantie und Lieferung innerhalb von 2 bis 5 Werktagen.
| Posten | Preisspanne brutto |
|---|---|
| Kinderelektroden oder Abschwächungsschlüssel (Ersatzpaar) | 65 bis 174 Euro |
| Schlüsselfertiges Defibrillator-Paket für eine Schule | 1090 bis 1499 Euro |
| Monatliche Miete, Wartung inklusive | ab 50 Euro zzgl. MwSt. pro Monat |
Das Schulpersonal schulen
Ein Defibrillator vor Ort macht die Schulung der in der Schule anwesenden Erwachsenen nicht überflüssig. Lehrkräfte, Kantinenpersonal, Betreuungskräfte im Ganztagsbereich und Hausmeister können allesamt vor dem Eintreffen der Rettungsdienste eingreifen müssen. Eine Schulung in den lebensrettenden Sofortmaßnahmen oder ein umfassenderer Ersthelferkurs für Sicherheitsbeauftragte hilft, die Scheu vor dem Einsatz des Geräts an einem Kind abzubauen.
Ein automatisierter externer Defibrillator führt den Anwender bei jedem Schritt per Sprachansage, auch bei der Wahl der Kinderelektroden, soweit das Gerät dies zulässt. Diese Unterstützung mindert nicht den Wert regelmäßiger Übungen, idealerweise jedes Schuljahr wiederholt, damit die Herzdruckmassage und das Einschalten des Geräts zu Handgriffen werden, die mehrere Erwachsene der Schule beherrschen, statt nur einer einzelnen Person.
Das Gerät dauerhaft instand halten
Wie jeder Defibrillator bleibt auch der einer Schule in der Wartungsverantwortung des Betreibers, gemäß article R. 5212-25 (französisches Gesundheitsgesetzbuch) des Code de la santé publique. Elektroden müssen je nach Modell alle 2 bis 5 Jahre ersetzt werden, die Batterie alle 3 bis 5 Jahre, und das Gerät selbst bleibt 8 bis 10 Jahre und länger nutzbar, solange der Selbsttest grün anzeigt. Eine benannte Person sollte diese Anzeige regelmäßig prüfen, besonders nach den Schulferien, wenn das Gebäude mehrere Wochen geschlossen bleibt.
Die Meldung bei Géo'DAE bleibt für jeden Defibrillator an einem öffentlich zugänglichen Ort verpflichtend, Schulen eingeschlossen, damit die Rettungsdienste bei einem Notruf das nächstgelegene Gerät orten können. Die Beschilderung am Eingang und in den Fluren muss dem Modell entsprechen, das durch den arrêté du 29 novembre 2018 (französische Ministerialverordnung) festgelegt ist, sichtbar sowohl für das Personal als auch für Eltern oder externe Besucher.
Wo der Defibrillator auf dem Schulgelände aufgestellt werden sollte
Der gewählte Standort muss jederzeit zugänglich bleiben, auch außerhalb der Unterrichtszeiten, wenn die Schule einen Frühhort oder eine Abendbetreuung anbietet. Das Eingangsfoyer, in der Nähe des Schulleitungsbüros oder der Hausmeisterloge, bietet oft einen guten Kompromiss zwischen Sichtbarkeit und Schutz vor Vandalismus. Ein beheizter Außenkasten ist sinnvoll, wenn sich der nächste dauerhaft zugängliche Punkt außerhalb der Gebäude befindet, etwa in der Nähe der überdachten Pausenfläche oder des Hoftors.
In einer Schule mit mehreren Gebäuden oder Stockwerken ist es besser, jeden Bereich auszustatten, statt sich im Notfall auf einen zu langen Weg zu verlassen. Zeitverlust beim Überqueren eines Hofs oder beim Treppensteigen kann den Nutzen eines sonst gut gewählten Geräts zunichtemachen.
Häufige Fragen
Muss eine Grundschule einen Defibrillator haben?
Das hängt von ihrer ERP-Kategorie ab, die sich nach der Zahl der aufgenommenen Personen richtet. Die meisten Grundschulen fallen in Kategorie 5, für die die Pflicht seit 2022 nur für bestimmte Einrichtungen im engeren Sinn gilt. Im Zweifel kann die zuständige Gemeinde die genaue Einstufung bei der Brandschutzbehörde prüfen und sich auch ohne strikte Pflicht ausstatten, wie es bereits viele Gemeinden tun.
Braucht ein Kind andere Elektroden?
Im Idealfall ja. Ein Kinderpaar oder ein Abschwächungsschlüssel senkt die Energie des abgegebenen Stoßes und ist besser auf den Körperbau eines Kindes unter 25 Kilogramm abgestimmt. Fehlt dies, bleiben Erwachsenenelektroden nutzbar, statt ganz auf die Defibrillation zu verzichten, doch eine Schule profitiert davon, ein Kinderpaar direkt beim Gerät bereitzuhalten.
Wer sollte in einer mit Defibrillator ausgestatteten Schule geschult werden?
Möglichst viele der tagsüber anwesenden Erwachsenen: Lehrkräfte, Kantinenpersonal, Betreuungskräfte und Hausmeister- beziehungsweise Aufsichtspersonal. Eine kurze, regelmäßig aufgefrischte Schulung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen reicht aus, um Zurückhaltung abzubauen und sicherzustellen, dass unabhängig von der Tageszeit eine geschulte Person in der Nähe ist.
Wie viel kostet die vollständige Ausstattung einer Schule?
Ein schlüsselfertiges Paket mit Defibrillator, Wandkasten, Beschilderung und Schulung liegt je nach gewähltem Modell zwischen 1090 und 1499 Euro brutto. Miete bleibt ab 50 Euro zzgl. MwSt. pro Monat inklusive Wartung eine Alternative, die die Vorabinvestition vermeidet und die Verfolgung der Verbrauchsmaterialien dem Anbieter überlässt.
Muss der Defibrillator auch außen an der Schule ausgeschildert sein?
Ja, die Beschilderung gemäß dem arrêté du 29 novembre 2018 (französische Ministerialverordnung) muss es jeder Person, auch Besuchern von außerhalb, ermöglichen, das Gerät schnell zu finden. Die Registrierung bei Géo'DAE ergänzt dies, indem sie den Rettungsdiensten bei einem Notruf den genauen Standort liefert, was die Versorgung noch vor Eintreffen der Rettungskräfte beschleunigt.
Planen Sie eine Ausstattung?
Kauf, Miete ab 50 EUR zzgl. MwSt. pro Monat, Installation mit GéoDAE-Meldung, Wartung und Schulung: unser Team antwortet innerhalb von 24 Stunden.



