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Defibrillator in der Kinderkrippe: Pflichten und Praxis

Verfasst von Cyrille GAGNAIRE, France Défibrillateur. Veröffentlicht am 8. September 2026.

Eine Kinderkrippe bringt jeden Tag Säuglinge, kleine Kinder, Fachkräfte der frühkindlichen Betreuung und Eltern zusammen, die ihr Kind bringen oder abholen. Ein Herzstillstand betrifft dort fast immer einen Erwachsenen und nicht ein Kleinkind, doch die Frage der Ausstattung stellt sich wie in jeder öffentlich zugänglichen Einrichtung. Zwischen ERP-Einstufung, für die Jüngsten geeigneten Elektroden und einem vor den Kindern selbst gesicherten Gerät gibt es einiges zu klären, bevor ein Defibrillator ausgewählt wird.

Ist eine Kinderkrippe eine öffentlich zugängliche Einrichtung?

Eine Kinderkrippe, ob kommunale Einrichtung, Krippe eines Vereins, private Kleinkrippe oder Tagespflegeverbund von Tagesmüttern, nimmt im rechtlichen Sinn Publikum auf, sobald sie Kinder und ihre Familien außerhalb des eigenen Haushalts des Betreibers aufnimmt. Sie fällt damit unter die Einstufung als ERP (établissement recevant du public, öffentlich zugängliche Einrichtung), deren Kategorie von der Gesamtzahl der aufgenommenen Personen abhängt, Kinder und Personal zusammengerechnet. Einrichtungen der Kategorien 1 bis 3 müssen seit dem 1. Januar 2020 einen Defibrillator vorhalten, Kategorie 4 seit 2021 und ein Teil der Kategorie 5 seit 2022, gemäß der loi 2018-527 (Gesetz) und dem zugehörigen décret 2018-1186 (Durchführungsverordnung).

Die meisten Kinderkrippen, insbesondere Kleinkrippen mit rund zehn Plätzen, fallen mangels ausreichender Personenzahl in Kategorie 5. Das befreit sie nicht davon, sich mit dem Thema zu befassen: Eine größere Einrichtung mit mehreren Dutzend Plätzen kommt zusammen mit ihrem Personal und den morgens und abends durchlaufenden Familien schnell auf eine Personenzahl, die deutlich über der einer einzelnen Schulklasse liegt. Der Träger, ob Gemeinde, kommunaler Sozialverband, Verein oder privates Netzwerk, ist dafür verantwortlich, die genaue Kategorie seiner Einrichtung zu prüfen.

Der Herzstillstand in der Kinderkrippe betrifft vor allem Erwachsene

Ein Herzstillstand bei einem Säugling oder Kleinkind bleibt ein seltenes Ereignis. In einer Kinderkrippe betrifft das wahrscheinlichste Szenario einen Erwachsenen, eine Fachkraft der frühkindlichen Betreuung, ein Elternteil beim Bringen des Kindes, ein Großelternteil, einen Zusteller oder eine externe Person. In Frankreich kommt es jährlich zu etwa 50.000 Herzstillständen, und jede Minute ohne Defibrillation senkt die Überlebenschance um rund 10 Prozent. Eine Kinderkrippe entgeht dieser Realität ebenso wenig wie jeder andere Ort, an dem täglich Erwachsene zusammentreffen.

Diese Tatsache verändert den Blick auf die Ausstattung. Der Defibrillator wird nicht nur für die betreuten Kleinkinder vorgehalten, sondern für jede anwesende Person in den Räumen oder in unmittelbarer Nähe, auch bei Ausflügen in den Park oder bei von der Einrichtung organisierten Aktivitäten im Freien.

Kinderelektroden sind fast immer nötig

Ist das Kind betroffen, kann die standardmäßig für Erwachsene kalibrierte Energie eines automatisierten externen Defibrillators, DAE (AED), für ein Kind unter 25 Kilogramm oder unter acht Jahren zu hoch ausfallen, was auf sämtliche in einer Kinderkrippe betreuten Kinder zutrifft. Die Hersteller lösen dieses Problem mit Kinderelektroden oder Energie-Abschwächungsschlüsseln, die den abgegebenen Stoß automatisch verringern.

Eine Kinderkrippe, die sich ausstattet, sollte deshalb prüfen, ob ihr Gerät diese Option bietet, und das Kinderelektrodenpaar griffbereit für das Personal aufbewahren, zusammen mit dem Gerät gelagert und wie die Erwachsenenelektroden auf sein Verfallsdatum kontrolliert. Fehlt es, bleiben Erwachsenenelektroden nutzbar, statt auf die Defibrillation zu verzichten, doch das sollte in einer auf frühkindliche Betreuung spezialisierten Einrichtung die Ausnahme bleiben.

Ein Team schulen, das bereits für Erste Hilfe sensibilisiert ist

Fachkräfte der frühkindlichen Betreuung erhalten im Rahmen ihrer Ausbildung häufig bereits eine Einführung in Erste-Hilfe-Maßnahmen für Säuglinge und Kleinkinder. Diese Grundlage deckt nicht systematisch den Einsatz eines Defibrillators oder die Herzdruckmassage bei einem Erwachsenen ab, zwei Fertigkeiten, die ein eigenes, regelmäßiges Training erfordern.

Eine Schulung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen, offen für das gesamte Team und nicht nur die Leitung, ermöglicht es jeder und jedem, zu reagieren, ohne auf die eine an diesem Tag anwesende ausgebildete Person zu warten. Eine jährliche Wiederholung, etwa im Rahmen einer Teamsitzung oder eines pädagogischen Tages, erhält den Reflex, ohne unverhältnismäßig viel Zeit zu beanspruchen.

Das Gerät dauerhaft instand halten

Wie jeder Defibrillator in einer öffentlich zugänglichen Einrichtung bleibt auch der einer Kinderkrippe in der Wartungsverantwortung des Betreibers, gemäß article R. 5212-25 (französisches Gesundheitsgesetzbuch) des Code de la santé publique. Die Meldung bei Géo'DAE bleibt verpflichtend, damit die Rettungsdienste das Gerät bei einem Notruf orten können, und die Beschilderung muss dem Modell entsprechen, das durch den arrêté du 29 novembre 2018 (französische Ministerialverordnung) festgelegt ist.

ElementLebensdauer oder Häufigkeit
Elektrodenje nach Modell alle 2 bis 5 Jahre
Batterieje nach Modell alle 3 bis 5 Jahre
Komplettgerät8 bis 10 Jahre und länger, solange der Selbsttest grün anzeigt

Ein für Erwachsene erreichbarer, für Kinder unzugänglicher Standort

Der gewählte Standort muss zwei scheinbar widersprüchliche Anforderungen vereinen: innerhalb weniger Sekunden für einen Erwachsenen im Notfall erreichbar zu sein und gleichzeitig außerhalb der Reichweite von Kindern zu bleiben, die jeden Winkel der Räume erkunden. Eine hohe Wandmontage im Eingangsbereich oder in der Nähe des Leitungsbüros erfüllt diesen doppelten Anspruch in der Regel besser als ein niedriger Schrank.

Kinderkrippen mit Garten oder Hof sollten außerdem einen schnellen Zugang von außen einplanen, besonders bei Aktivitäten im Freien, ohne dabei die Installationsorte in einer oft kleinen Einrichtung zu vervielfachen. Ein einziger gut platzierter und dem ganzen Team bekannter Schrank ist mehr wert als mehrere schlecht erkennbare Standorte.

Häufige Fragen

Muss eine Kinderkrippe einen Defibrillator besitzen?

Das hängt von ihrer ERP-Kategorie ab, die sich nach der Zahl der aufgenommenen Personen richtet, Kinder und Personal zusammengerechnet. Die meisten Kleinkrippen und kleineren Einrichtungen fallen in Kategorie 5, die erst seit 2022 und nur für bestimmte Einrichtungen von der Pflicht betroffen ist. Der Träger kann die genaue Kategorie bei der Brandschutzbehörde prüfen lassen und sich auch ohne strikte Pflicht ausstatten.

Braucht eine Kinderkrippe Kinderelektroden?

Ja, sie sind besonders geeignet, da alle betreuten Kinder unter 25 Kilogramm wiegen. Ein Kinderelektrodenpaar oder ein Abschwächungsschlüssel senkt die Energie des abgegebenen Stoßes. Fehlt dies, bleiben Erwachsenenelektroden als letzte Möglichkeit nutzbar, doch eine Kinderkrippe sollte stets ein Kinderelektrodenpaar in der Nähe des Defibrillators bereithalten.

Wer sollte in einer Kinderkrippe in lebensrettenden Sofortmaßnahmen geschult werden?

Das gesamte Betreuungsteam, nicht nur die Leitung, profitiert von einer regelmäßig wiederholten Schulung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Ausbildungen der frühkindlichen Betreuung enthalten bereits eine Sensibilisierung für Erste Hilfe bei Säuglingen, doch der Einsatz eines Defibrillators und die Herzdruckmassage bei einem Erwachsenen erfordern ein eigenes Training, das diese Grundlage nicht immer abdeckt.

Wo sollte der Defibrillator stehen, damit er für Kinder unerreichbar bleibt?

Eine hohe Wandmontage im Eingangsbereich oder in der Nähe des Leitungsbüros vereint Erreichbarkeit für Erwachsene mit Sicherheit für Kinder. Dieser Standort sollte dem gesamten Team bekannt und gemäß dem arrêté du 29 novembre 2018 (französische Ministerialverordnung) beschildert sein, auch wenn die Kinderkrippe über einen Garten oder Hof verfügt.

Wer ist für die Wartung des Defibrillators in einer kommunalen oder von einem Verein getragenen Kinderkrippe verantwortlich?

Der Betreiber der Einrichtung, ob Gemeinde, kommunaler Sozialverband oder Trägerverein, trägt die Wartungsverantwortung gemäß article R. 5212-25 (französisches Gesundheitsgesetzbuch). Eine benannte Person im Team kann den Selbsttest und die Verfallsdaten der Verbrauchsmaterialien regelmäßig kontrollieren.

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