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Wie viele Defibrillatoren braucht ein Gebäude?

Verfasst von Cyrille GAGNAIRE, France Défibrillateur. Veröffentlicht am 28. August 2026.

Die französische Regelung schreibt in vielen öffentlich zugänglichen Gebäuden einen Defibrillator (AED, automatisierter externer Defibrillator) vor, legt aber keine genaue Stückzahl fest. Ein ebenerdiges Gebäude mit kleiner Fläche kommt oft mit einem Gerät aus. Ein mehrstöckiges Gebäude, mehrere Gebäude auf einem Gelände oder hohe Besucherfrequenz können ein einzelnes Gerät zu langsam erreichbar machen und die Überlebenschancen senken. Hier sind die Kriterien, um den wirklichen Bedarf einzuschätzen.

Keine feste Stückzahl in der Regelung

Die loi 2018-527 (das französische Gesetz von 2018 zur AED-Verfügbarkeit) und ihr Durchführungsdekret schreiben einen automatisierten externen Defibrillator in öffentlich zugänglichen Gebäuden je nach Kategorie vor, mit bereits verstrichenen Fristen: Kategorien 1 bis 3 seit dem 1. Januar 2020, Kategorie 4 seit 2021, ein Teil der Kategorie 5 seit 2022. Diese Texte legen eine Pflicht zur Anwesenheit und Funktionsfähigkeit fest, keine Mindestanzahl von Geräten pro Gebäude oder Quadratmeter.

Die richtige Dimensionierung der Ausstattung liegt daher in der Verantwortung des Betreibers, ebenso wie die Wartungspflicht nach Artikel R. 5212-25 des französischen Gesundheitsgesetzbuchs (Code de la santé publique). Ein einzelner, schlecht platzierter AED in einem großen Gebäude kann formal gesetzeskonform sein und trotzdem wenig nützen, wenn ihn niemand vom entferntesten Punkt des Geländes schnell erreichen kann.

Dieses Fehlen einer gesetzlichen Zahl erklärt, warum zwei Gebäude derselben Kategorie ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben können. Ein kleines Geschäft in der Innenstadt und ein Geschäft am Stadtrand derselben Kategorie haben weder dieselbe Fläche noch dieselbe Anzahl an Zugängen oder dieselbe Besucherzahl zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Die Kriterien, die den tatsächlichen Bedarf verändern

Grundfläche und Stockwerkzahl sind die ersten Punkte, die zu prüfen sind. Eine Bürofläche auf einer Ebene lässt sich mit einem zentral platzierten Gerät nahe dem Empfang abdecken. Ein drei- oder vierstöckiges Gebäude mit einem einzigen zentralen Treppenhaus erschwert bereits den Zugang von den Enden des Gebäudes aus, besonders wenn die Aufzüge stark frequentiert sind.

Das Besucherprofil zählt ebenso viel wie die Fläche. Eine Einrichtung, die ältere Menschen, Sportler bei Anstrengung oder ein großes, mobiles Publikum empfängt, birgt ein höheres Risiko und rechtfertigt eine dichtere Abdeckung als ein wenig frequentiertes Büro. Auch die Anzahl der Ausgänge, abgetrennte Bereiche oder Kellergeschosse fließen in die Rechnung ein.

Jede verlorene Minute vor der Defibrillation senkt die Überlebenschancen um etwa 10 Prozent. Allein diese Zahl erklärt, warum ein entferntes oder schwer erreichbares Gerät nicht denselben Schutz bietet wie ein sichtbares, gut ausgeschildertes Gerät nahe den Verkehrswegen.

Richtwerte je nach Geländekonfiguration

Diese Richtwerte ersetzen keine Begehung vor Ort, geben aber eine erste Größenordnung, bevor ein Ausstattungsprojekt geplant wird.

GeländekonfigurationEmpfohlene Anzahl AED
Ebenerdiges Gebäude, kleine Fläche1 Gerät nahe dem Empfang oder der Hauptdurchgangszone
Mehrstöckiges Gebäude, eine einzige vertikale Verbindung1 Gerät pro Stockwerk oder ein zentrales Gerät ergänzt im Treppenhaus
Gelände mit mehreren Gebäuden (Rathaus, Sporthalle, Festsaal)1 Gerät pro Gebäude, jeweils separat gemeldet
Große, stark frequentierte Fläche (Einkaufszentrum, Sportkomplex)Mehrere Geräte entlang der Hauptverkehrswege verteilt

Der Fall von Geländen mit mehreren Gebäuden oder Adressen

Eine Gemeinde, die ein Rathaus, einen Festsaal und eine Sporthalle an getrennten Adressen betreibt, kann sich nicht auf einen einzigen Defibrillator verlassen, auch wenn alle Standorte derselben Gebietskörperschaft gehören. Jedes öffentlich zugängliche Gebäude braucht sein eigenes Gerät, erreichbar ohne eine öffentliche Straße zu überqueren oder einen Schlüssel in einem Nachbargebäude zu holen.

Diese Logik gilt auch für Unternehmen mit mehreren Standorten oder Ketten, die mehrere Geschäfte unter demselben Namen betreiben. Jede Meldung in Géo'DAE (dem französischen nationalen AED-Register) entspricht einem Gerät und einem genauen Standort, was naturgemäß dazu führt, Standort für Standort statt auf Ebene der Gesamtstruktur zu denken.

Eine vorherige Prüfung vermeidet zwei entgegengesetzte Fehler: ein großes Gelände zu wenig auszustatten und ganze Bereiche außer Reichweite zu lassen, oder Geräte zu vervielfachen, ohne dass die Zugangszeit wirklich sinkt. Die Gebäude, ihre Öffnungszeiten und ihre Zugänge zu erfassen, ist der erste Schritt, bevor eine endgültige Zahl festgelegt wird.

Das Budget im Griff behalten, wenn mehrere Geräte nötig sind

Mehr AEDs bedeuten nicht mehr Wartungsaufwand. Die Miete beginnt bei 50 Euro zzgl. MwSt. pro Monat und Gerät, Wartung inklusive, was es ermöglicht, einen Bestand aus mehreren Defibrillatoren mit vorhersehbaren Kosten zu budgetieren statt verstreuter Prüfgebühren bei mehreren Anbietern.

Jedes Gerät wird innerhalb von 2 bis 5 Werktagen geliefert und ist durch eine 5-jährige Garantie abgedeckt. Ein Angebot zur Ausstattung mehrerer Gebäude kann innerhalb von 24 Stunden erstellt werden, was Zeit lässt, die Konfigurationen zu vergleichen, bevor Bestellungen aufgegeben und die Geräte nach dem tatsächlichen Bedarf jedes Standorts verteilt werden.

Häufige Fragen

Schreibt das Gesetz eine genaue Anzahl an Defibrillatoren pro Gebäude vor?

Nein. Die Regelung schreibt einen funktionsfähigen Defibrillator je nach Kategorie der öffentlich zugänglichen Einrichtung vor, legt aber keine Mindestanzahl fest. Es liegt am Betreiber, den tatsächlichen Bedarf unter Berücksichtigung von Fläche, Stockwerkzahl und Besucherfrequenz im Rahmen seiner allgemeinen Wartungspflicht einzuschätzen.

Wie viele AEDs für ein mehrstöckiges Gebäude?

Es gibt keine einheitliche Regel, aber ein Gerät pro Stockwerk oder ein zentraler Zugangspunkt, ergänzt im Treppenhaus, begrenzt die Wegzeit. Da jede verlorene Minute vor der Defibrillation die Überlebenschancen um etwa 10 Prozent senkt, bleibt die Verkürzung der Wegstrecke das nützlichste Kriterium.

Muss jeder Defibrillator einzeln in Géo'DAE gemeldet werden?

Ja. Jedes Gerät erhält eine eigene Géo'DAE-Meldung mit genauem Standort. Bei einem Gelände mit mehreren Gebäuden bedeutet das ebenso viele Meldungen wie installierte Geräte, was auch hilft zu prüfen, ob jedes Gebäude wirklich abgedeckt ist.

Kostet die Ausstattung mehrerer Gebäude mehr pro Gerät?

Jeder Defibrillator wird weiterhin einzeln abgerechnet, mit Miete ab 50 Euro zzgl. MwSt. pro Monat, Wartung inklusive, 5 Jahren Garantie und Lieferung innerhalb von 2 bis 5 Werktagen. Ein Gesamtangebot für mehrere Standorte kann innerhalb von 24 Stunden erstellt werden, um Konfigurationen zu vergleichen.

Wer entscheidet, wie viele Defibrillatoren ein Standort braucht?

Die Entscheidung liegt beim Betreiber, der einen Fachmann hinzuziehen kann, um die Räumlichkeiten zu besichtigen und eine an die Gebäudekonfiguration angepasste Verteilung vorzuschlagen. Diese Einschätzung wird besonders nützlich, sobald ein Standort mehrere Stockwerke oder mehrere getrennte Adressen umfasst.

Planen Sie eine Ausstattung?

Kauf, Miete ab 50 EUR zzgl. MwSt. pro Monat, Installation mit GéoDAE-Meldung, Wartung und Schulung: unser Team antwortet innerhalb von 24 Stunden.

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